THE BOWSPRING PRACTICE.
21st CENTURY YOGA


mit Bastian Schlickeisen (Berlin)

1. PULSE THE POSE – (SAMSTAG 10 – 12 UHR)

Die Bowspring-Praxis kennt keine statischen Haltungen. Du müsstest dein Herz anhalten können. Aber es schlägt immer weiter, unabhängig davon, wie du dich fühlst und was dir passiert. Der Beckenboden ist ein Trampolin, das in Vorspannung geht, um Expansion zu ermöglichen.

Geschmeidig zu bleiben wie ein Jaguar, keine Ruckhaftigkeit in der Ausübung zuzulassen: Denn jede äußerlich sichtbare Bewegung, des Armes zum Beispiel, beginnt an einer von dort weit entfernten Stelle (der Lendenfaszie und noch weiter fort).
Ein Taucheranzug, als den du dir dein Gewebenetz vorstellen könntest, hat keinen Anfang und kein Ende. Das Problem aller körperlichen Verletzungen rührt daher, das Bewegungen von einem bestimmten Punkt her oder auf ihn hin gerichtet sind. Diesen (Schmerz-) Punkt gilt es aufzulösen, als würdest du einen Wasserhahn aufdrehen und das Wasser laufen lassen durch ein endlos offenes System. Dagegen sucht der menschliche Geist, bewusst oder unbewusst, eine Stelle, an der er sich festbeißen kann, um etwas in der Hand zu haben, und sei es einen Schmerz. Wir arbeiten immer am Ganzen. Isometrische Körperarbeit bringt gleiches Maß in die Praxis. Das Gewebe und die Muskeln verwindende und anregende Druck- und Zugkräfte ergeben eine gleichmäßige Bewässerung unseres Körpergartens und ein wohliges Gefühl vollständiger Präsenz. „Präsenz“ aber ist der östliche Ausdruck für das, was wir im Westen Liebe nennen.

2. DIE PRAXIS FEDERLEICHT MACHEN – (SAMSTAG 14 – 16 UHR)

Wir trauen uns. Durch die Kenntnis körperlicher Techniken gewinnen wir Halt in uns selbst. Es ist kein rigider, es ist flexibler Halt. Wir erarbeiten Prinzipien à la Root & Rise, Push & Pull und ermöglichen gefahrlosen Stretch sowie belebende, bewusst-kontrollierte Sprünge, kondensierend das Leben in echter Entfaltung. Echt aber ist, was nachhaltig ist. Nachhaltig ist, was auch im nächsten Moment lebendig ist und macht. Wir loten die Grenzen der Matte aus und vergrößern den Spielraum. Was vorn ist, wird hinten sein, was links war, wird rechts sein. Katzen laufen durch den Raum und ersteigen die Wände.

Wir nähern uns durchweg eine Idee davon an, was wirklich Faszienyoga ist.

3. BOWSPRING MASTERCLASS - (SONNTAG 10 – 12 UHR)

Purer Fluss. Keine Erläuterungen, kein Richtig, kein Falsch. Wir schauen auf den Reichtum, den wir haben.

4. LANDEVERSUCH – ZUR VERLANGSAMUNG EINES ENERGIEHEBENDEN YOGAS - (SONNTAG 14 – 16 UHR)

Yin im Yang, Yang im Yin. Der Mensch sucht Orientierung im Kosmos durch analytische Trennung der Dinge. Was er aber noch dringlicher sucht, ist die Zusammenführung der im analytischen Prozess getrennten Kräfte. Wie kannst du exaltiert stark sein und gleichsam gesammelt und still? Wo kann Aktion und Gelassenheit in Eins zusammen kommen? Wir untersuchen, was es heißt, im Bowspring als einer dynamischen Praxis, die kein Balasana („Kinderhaltung“) kennt, inne zu halten. Wie verhält sich eine engagierte Kurvatur in bodennaher Haltung? Wir massieren kraftvoll und direktional das Gewebe unserer Waden und Füße, klären das Gewölbe der Sohle, das uns den leichten Lauf ermöglicht, wir schaukeln sanft hinein unseren Körper nach Assimilation Pose. Hier integriert das Nervensystem die neuen Informationen dieses Workshops.

Der Workshop ist für alle Levels offen.

Kosten:

Kompletter Workshop: 160 €
Frühbucherpreis (bei Bezahlung bis 15. August): 140€
Pro Session: 45 €
Frühbucherpreis (bei Bezahlung bis 15. August): 40€

Der Besuch von einzelnen Sessions ist nur möglich, wenn du bereits Erfahrung mit Bowspring hast.

Anmeldung per Mail.


Bastian Schlickeisen

hat seine Lehrerausbildung im Stil des Anusara im Jahr 2013 bei Christina Lobe (Berlin) abgelegt. Seit der Begegnung mit John Friend und Desi Springer im selben Jahr, folgte er in vielen Workshops konsequent den neuen Ansätzen der beiden Innovatoren. 2015 bestätigte ihm John Friend, im Rahmen eines Berliner Bowspring-Workshops, seine Lehrerlaubnis.
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