Yogastile bei Tarayoga


Wir üben und unterrichten unterschiedliche Yogastile, doch bei bei allen Verschiedenheiten kann man doch über alle Stile sagen: Jeder Yogaübende bestimmt seinen eigenen Yogaweg, die Verantwortung für unser Wachstum liegt immer bei uns selbst. Unsere Absicht beeinflusst den Ausgang einer jeden Handlung. Wenn wir also nach einem Weg suchen unseren Körper zu kräftigen und flexibel zu machen, werden wir dieses Ziel mit ausreichender Übung erreichen. Wer nach Entspannung sucht, und entsprechend übt, wird auch diese finden.
Aber Yoga kann noch sehr viel mehr. Im Grunde geht es im Yoga um Freiheit, um die Erkenntnis, dass unser Glück nicht wirklich von äußeren Umständen abhängt, sondern von unserer Bewertung dieser Umstände. Die Geschichten, die uns unser Geist erzählt, formen unsere Welt. Diese Geschichten zu hinterfragen und wieder selbst Verantwortung für unser Glück zu übernehmen, lehrt uns Yoga als umfassendes Übungssystem für Körper und Geist.

Im Stundenplan werden die meisten Stunden mit Basic (Anfänger), Medium (Mittelstufe), Open (Fortgeschritten) oder Alle Levels bezeichnet.
Diese Stunden werden meist im Vinyasa Stil unterrichtet, wobei jeder Lehrer durch seine individuelle Ausbildung und Praxis ein bisschen anders unterrichtet. D.h. auch in diesen Stunden finden sich Einflüsse von Anusara, Bowspring oder anderen Stilen.

Vinyasa Yoga

Vinyasa heißt soviel wie „in einer bestimmten Art anordnen“. Durch das Synchronisieren von Atmung und Bewegung in Kombination mit anatomischen Ausrichtungsprinzipien erzeugt diese Praxis viel innere Hitze. Diese Hitze hat eine reinigende und belebende Wirkung auf den ganzen Körper.
Wenn die Übungen richtig ausgeführt werden, das heißt sowohl anatomisch korrekt als auch mit einer positiven Einstellung und Hingabe, erlangt man durch Yoga einen geschmeidigen und starken Körper und einen ruhigen, klaren Geist.
Die Asanas (Yogaübungen) werden so zusammengestellt, dass der ganze Körper systematisch trainiert wird. Individuelle Korrekturen und Hilfestellungen tragen dazu bei, das Körpergefühl zu verbessern um mit der Zeit zu einem natürlichen, gesunden Gebrauch des eigenen Körpers zurückzufinden. Es kommt zu einer Balance zwischen Stabilität und Beweglichkeit, Anspannung und Entspannung, fest verwurzelt sein und in den Himmel wachsen...

Dabei geht es auch darum, achtsam die eigenen Grenzen zu erforschen und zu erweitern. Die Praxis ist deshalb fordernd, ohne jedoch zu überfordern, sie lässt jedem Teilnehmer die Freiheit, entsprechend der eigenen Bedürfnisse und Voraussetzungen zu üben. Es steht hier nicht die erbrachte Leistung im Vordergrund, sondern ein tieferes Verständnis über unseren Körper, unseren Geist und wer wir wirklich sind.

Bowspring

Bowspring ist eine relativ junge, alternative Übungsmethode, die sich sowohl auf die Asanapraxis anwenden lässt, als auch auf andere Trainings- und Bewegungsformen. Sie wurde entwickelt von Desi Springer und John Friend. Das grundlegende Ausrichtungsprinzip, die sogenannte Bowspring-Form, beschreibt das optimale Alignment für die menschliche Wirbelsäule: Fülle im oberen Rücken und im ganzen Brustkorb und Innenkurven im unteren Rücken und Nacken.
In dieser lebendig pulsierenden Form ist die gesamte Körperrückseite isometrisch aktiviert wie eine Bogenfeder (Bowspring). In jeder Haltung und jeder Bewegung findet diese Bogenfeder in eine dynamische Expansion, in der die ganze Wirbelsäule eine aktive Dekompression erfährt.

Die Praxis ist kraftvoll und zunächst durchaus fordernd, doch der Körper findet sehr bald eine ganz neue Leichtigkeit und Balance. Durch die zum Teil sehr ungewohnte Form der Ausrichtung durchbrechen wir eingefahrene Haltungs- und Bewegungsmuster und erleben unsere Yogapraxis ganz neu.
Mehr über Bowspring (auf Englisch) findest du hier: http://www.globalbowspring.com

Ashtanga Vinyasa Yoga (classes are taught in English)

Ashtanga Vinyasa is the ancient technique of yoga which combines intense physical exercise with meditative insight to induce profound spiritual and physical transformation. Balance, strength and stamina are developed through the daily investigation of Asanas derived from the Patanjali Sutras. The practitioners learn through the control of breath (Ujayi), the direction of the gaze (Drishti) and the focusing of their mind (Dhyana) to guide their movements.

Yin Yoga

Yin Yoga besteht vor allem aus langgehaltenen Yogapositionen am Boden, im Sitzen oder im Liegen. Die meisten dieser Haltungen werden ohne Muskelaktivität ausgeführt. Durch dieses ruhige und lange Halten der Asanas werden sehr tiefliegende Gewebe und Körperbereiche angesprochen. Blockaden, Verspannungen und Verkürzungen am Bindegewebe, an Bändern und an Gelenken können sich lösen.

Yin Yoga Haltungen sind hauptsächlich lang (2-5 Min.) gehaltene Asanas mit einer niedrigen Muskelaktivität in den Haltungen, um so den Effekt der Dehnung weg von den Muskeln hin zu den Faszien zu lenken, die deinen ganzen Körper zusammenhalten. Die Dehnung, bzw. das ‚Loslassen’ der Spannung dieser Gewebe führt zu mehr Flexibilität und zu einem Ausgleich vom Energiefluss im Körper. Wir erforschen unsere eigenen Möglichkeiten und Grenzen, bis wir in Stille in der Haltung verweilen. Yin Yoga bereitet sowohl Körper als auch Geist auf die Meditation vor, und bringt dich so deiner wahren Natur einen Schritt näher.
Yin Yoga bietet dir ein hervorragendes Gegengewicht zum ‚Yang’-Lifestyle von Aktivität, Stärke und Zielorientiertheit, der unser Leben v.a. im Westen seit Jahrzehnten dominiert. Eine Yin Yoga Praxis ist von Ruhe und Reflexion geprägt, eine meditative, heilende Innenschau, kein Handeln sonder ein Geschehen lassen. Manchmal werden dich die Übungen vielleicht fordern und aus deiner Komfortzone herausholen, an anderen Tagen und in anderen Haltungen wird es dir hingegen einfach fallen dahinzuschmelzen und zu genießen.

Die Haltung von Yin Yoga kann am besten so auf einen Punkt gebracht werden :
Akzeptiere die Dinge so wie sie momentan sind - Accepting things as they are.

Anusara Yoga

Anusara Yoga ist bekannt für seine fein abgestimmten anatomischen Ausrichtungsprinzipien und lebensbejahende tantrische Philosophie. Die Haltungen werden sehr präzise unterrichtet, aber es entwickelt sich auch ein vom Atem getragener Bewegungsfluss. Ansusara heißt so viel wie „in Anmut fließen“ oder auch „dem Herzen folgen“. Das Üben folgt den „drei A’s“: Attitude, Alignment, Action. D.h. innere Haltung, Ausrichtung, Handlung. Diese Progression von innen nach außen führt zu einer harmonischen und authentischen Praxis auf und abseits der Matte.

Asanas:
Yogische Körperübungen. Asana bedeutet wörtlich „Sitz“, die ersten Yogaübungen waren auch Sitzhaltungen für die Meditation. Die Asanas in einer Yogastunde sind so zusammengestellt, dass der ganze Körper gekräftigt und gedehnt wird, wobei man sich achtsam an die eigenen Grenzen herantastet um diese mit der Zeit immer weiter werden zu lassen. Die Asanas symbolisieren auch unsere Verbindung zur Erde: diese sollte fest, angenehm und für alle Beteiligten nutzbringend sein.

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